Hamburger Schulkinder wissen, woher das Essen auf ihren Tellern kommt
AckerBesuch_Holistic_Foundation_Hamburger_Schulbehörde Acker e.V.
Möglich macht das innovative Bildungsprojekt die Zusammenarbeit des Sozialunternehmens Acker e.V. mit der Holistic Foundation und der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung. Die Marie-Beschütz-Schule ist eine von insgesamt acht Grundschulen, die mit den drei Partnern auf dem Schulgelände Gemüse, im Rahmen des Bildungsprogrammes „GemüseAckerdemie“, anbauen. Das Modelprojekt ist zunächst auf vier Jahre angelegt.
Durch den theoretischen und praktischen Unterricht erleben die Kinder unmittelbar, woher das Gemüse Auf ihren Tellern kommt und entwickeln ein grundlegendes Verständnis dafür, wie lecker selbst angebaute Lebensmittel sind. Das Ziel: Eine junge Generation für gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit begeistern.
Neben der Ernte und neuen Aussaat an der Marie-Beschütz-Schule im Beisein von Projektpartnern und Medien fand zudem eine Panel-Diskussion statt. Zur Relevanz von Ernährungsbildung im städtischen Kontext diskutierten Janina Lin Otto, Unternehmerin und Stiftungsvorständin der Holistic Foundation, Jan Philip Stoffers, Teamlead Partnerschaften bei Acker e.V., sowie Jun Melchers, Referatsleitung Referat Gesundheit am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.
"Jede Ernte in unserem Bildungsprogramm begeistert mich aufs Neue. Die Freude und der Stolz, das selbst gesäte und gepflegte Gemüse in den Händen zu halten, steht den Schülerinnen und Schülern ins Gesicht geschrieben. Diese unmittelbare Erfahrung, gepaart mit dem erlernten Wissen im Schulalltag, gibt den Kindern ein starkes Bewusstsein für gesunde Ernährung und die Wertschätzung für Lebensmitteln. Ich freue mich, dass wir mit dem Acker e.V. und der Hamburger Schulbehörde durch dieses Projekt Vorbild sein können", sagt Janina Lin Otto, Vorständin der Holistic Foundation.
Jan Philip Stoffers, Teamlead Partnerschaften bei Acker e. V.: „Mit der Unterstützung der Holistic Foundation und der BSB können wir den Gemüseacker langfristig in den Bildungsalltag integrieren. Dies ist ein wichtiger Schritt, um jedem Hamburger Schulkind die Möglichkeit zu geben mit den eigenen Händen in der Erde die Natur für sich zu entdecken. Mit dem GemüseAcker entsteht ein neuer, naturnaher Lernort - ein zentraler Baustein für ein zukunftsfähiges Bildungssystem.“
„Ein zukunftsorientiertes Bildungssystem sollte handlungsorientiertes Lernen in Bezug auf Ernährungsbildung und Nachhaltigkeit fest integrieren. Der Gemüseanbau durch Grundschulkinder fördert nicht nur ihre Ernährungskompetenz, sondern stärkt auch das Bewusstsein für nachhaltige Praktiken und den Wert regionaler Lebensmittel“ ergänzt Jun Melchers, Referatsleitung Referat Gesundheit am Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung.